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Seit Beginn der Industrialisierung gab es Konjunkturzyklen. Aber erst 1926 wurde durch den russischen Wissenschaftler Nikolai Kondratieff die Aufmerksamkeit auf die konjunkturüberlagernden Langzeitzyklen gerichtet. Diese, in der Vergangenheit ca. 50 Jahre dauernden Zyklen, basierten auf bestimmten technisch-wirtschaftlichen Innovationen, den sogenannten gesamtgesellschaftlichen Basisinnovationen. (siehe Abb.)
Der Kondratieff-Zyklus ist mehr als ein üblicher Konjunkturzyklus. Er ist eine Wert-schöpfungskette, ausgelöst von Basisinnovationen, die über mehrere Jahrzehnte das Wirtschaftswachstum entscheidend bestimmen. Er ist ein Reorganisationsprozess der gesamten Gesellschaft (Nefiodow). Die Gesellschaft, die über die Fähigkeiten des jeweiligen Kondratieff-Zyklus verfügt, prosperiert. Unzweifelhaft waren die deutschen Volkswirtschaften stark in den 2., 3. und 4. Kondratieff-Zyklen. Die Fähigkeiten des 5. Kondratieff-Zyklus haben wir den USA und Japan überlassen. Z.B. überschritt die Wertschöpfung mit IT-Leistungen in USA im Jahre 2000 30% des BSP, während sie in Europa keine 10% des BSP erreichte.
nach oben ![]() ![]() Die Überstressung unserer Welt: Ausbeutung der natürlichen Ressourcen, Artenvernichtung, Störung der ökologischen Gleichgewichte (bis hin zu Klimakatastrophen), Aggressionen und vieles mehr, lassen das Bewusstsein nach der Notwendigkeit verantwortlichen Handelns im Umgang mit der Natur, den Menschen und sich selbst, wachsen. Der 6. Kondratieff-Zyklus wird somit ein gigantischer Reparaturzyklus zur Schaffung besserer Lebensbedingungen werden. Die Fähigkeiten dafür werden zur volkswirtschaftlichen Prosperität führen. Die Basisinnovationen dazu kommen aus den Feldern:
Ein Kennzeichen dieses Wandels ist die erweiterte Definition der Gesundheit durch die WHO:
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Führung muss – das ist gewiss keine neue Erkenntnis – durch vorbildliches, beispielhaftes Verhalten, Maßstäbe setzen. Im 6. Kondratieff-Zyklus bedeutet das „authentische, glaubwürdige Führung“, basierend auf den zugehörigen Werten. Die Abbildung unten zeigt den Kern, die Ausprägungen und Voraussetzungen von Führung in diesem Wertesystem der Zukunft. So verstanden wird Führung Gefolgschaft bekommen, nicht aufgrund der formalen Position, sondern aufgrund persönlich erlebbarer Autorität. Ein Rückzug auf die formale Ebene wird zukünftig immer stärker als nicht legitimiert empfunden werden und zwangsläufig zur offenen oder verdeckten Verweigerung führen (auch dafür gibt es in unserem politischen System schon viele Beispiele).
Grafik:
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