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Author: Peters & Helbig GmbH
Datum des Ausdrucks: 16.12.2017 - 15:42 Uhr




 

 
Definition

“Ein Netzwerk ist
die koordinierte, partnerschaftliche Zusammenarbeit (Kooperation)
komplementärer Expertisen und Kompetenzen zur gemeinsamen
Entwicklung und Realisierung von kundenorientierten Leistungen.“  *)

 

 

Potenziale
  1. Solche Netzwerke sind in komplexen Märkten "monolithischen" Anbietern durch ihre höhere Varietät überlegen.
  2. Das führt prinzipiell zu wirksameren (Effektivität) und wirtschaftlicheren (Effizienz) Angeboten bzw. Maßnahmen.
  3. Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit werden Synergien bei Infrastrukturen wie bei Fähigkeiten erzielt.
  4. Des Weiteren entsteht die Chance zu überraschenden Innovationen aus der Emergenz der unterschiedlichen Expertisen.
  5. Bei einer Übertragung der "Learnings" aus der Netzwerkarbeit auf die entsendende Partnerorganisation können bei ihr wesentliche Prozesse einer Wissensorganisation (Knowledge Company) umgesetzt werden.

Zur Realisierung dieser Potenziale bedarf es einer leistungsfähigen Netzwerkstruktur und eines professionellen Netzwerkmanagements durch einen Netzwerkkoordinator:

 

 

Netzwerkstruktur

Im Sinne lebensfähiger Systeme (VSM) hat das Netzwerk drei Koordinationsebenen:

  1. Koordination auf der normativen [politischen] Ebene:
    • Die Netzwerkpartner formulieren gemeinsam das Netzwerkleitbild, beinhaltend die Identität und den Auftrag des Netzwerkes sowie die Verhaltensrichtlinien (Netzwerkkultur) als verbindliche Spielregeln.
    • Zur Netzwerksteuerung und Entwicklung wird die Ressourcenallokation für die operativen und strategischen Prozesse des Netzwerks vereinbart.
    • Das Leitbild soll von den Netzwerkpartnern und -akteuren sowie von den potenziellen Kunden des Netzwerks als normativ wertvoll empfunden werden.
       
  2. Koordination auf der strategischen Ebene:
    • Ergebnis muss eine verbindliche Vereinbarung über die Netzwerkziele und die prinzipielle Organisation der Geschäftsprozesse sein. Sie werden in einer Rahmenstrategie beschrieben.
    • Die Strategie muss darauf gerichtet sein, Mehrwert durch komplementäre Zusammenarbeit zu erzeugen und damit mehr Wertschöpfung zu realisieren, als wenn jeder Netzwerkpartner für sich allein den Markt bearbeiten würde.
       
  3. Koordination auf der operativen Ebene:
    • Die Leistungserbringung des Netzwerks geschieht durch weitgehend autonome Einheiten, die der Netzwerkpolitik, den Netzwerkzielen und den Netzwerkstrategien verpflichtet sind. Hier bündeln sich, den jeweiligen Kundenanforderungen entsprechend, die unterschiedlichen Expertisen und Kompetenzen.
    • Diese Prozesse sind nur durch die Leistungserbringer, also die einzelnen Netzwerkpartner, selbst bestimmbar. Das bedeutet unverzichtbar Selbstkoordination.
    • Das Netzwerkmanagement muss durch die Qualität der Infrastruktur und den Aufbau von Fähigkeiten die Selbstkoordination ermöglichen. Dazu stellt es Informationen, Zeit und materielle Ressourcen zur Verfügung.
    • Die Wertschöpfungen werden dem Netzwerk gut geschrieben und dem Vertrag der Netzwerkpartner entsprechend geteilt.

       

 
Netzwerkkoordination

Die Anforderungen an einen Netzwerkkoordinator sind hoch und entsprechen den Anforderungen an eine erfolgreiche Führungskraft.
Er hat jedoch in der Regel nicht dessen aus der hierarchischen Position erwachsende Entscheidungskompetenzen, sondern muss, statt anordnen zu können, den Weg des Gewinnens und Vereinbarens gehen.
Auch dazu müssen die Netzwerkpartner ihn erst mit den entsprechenden Kompetenzen und Ressourcen ausstatten.

 

Hauptaufgaben des Netzwerkkoordinators sind:

  • die Koordination der Kooperationen auf der politischen und der strategischen Ebene zum Erhalt und der fruchtbaren Weiterentwicklung des Netzwerks,
  • die Ermöglichung der Selbstkoordination der Expertisen der Akteure auf der operativen Ebene, um effektivste und effizienteste Maßnahmen zu generieren,
  • die Nutzung von Infrastruktur- und Fähigkeitssynergien zu fördern,
  • emergente Innovationen zu initiieren,
  • Feedback- und Reflexionsprozesse zu organisieren,
  • den Businessplan für das Netzwerk aufzustellen sowie die Ressourcen und Finanzmittel mit den Netzwerkpartnern zu vereinbaren,
  • die Kommunikation der Netzwerkpolitik, -ziele und -nutzen.

 

Peters & Helbig stellen ihr Wissen und Können zum Netzwerkdesign, zum Netzwerkmanagement und zur Netzwerkkoordination in all ihren Facetten und Detailaufgaben sowohl als Schulungs- als auch als Beratungsleistungen zur Verfügung.

 

 

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*) Um die Komplexität des Textes nicht unnötig zu erhöhen, haben wir uns hier auf die Grundsätze von Netzwerken für wertschöpfungsorientierte Marktbearbeitung fokussiert. Die wesentlichen Grundsätze sind analog anzuwenden sowohl bei Netzwerken im öffentlichen Dienst (z.B. die "Netzwerke frühe Förderung"), als auch bei Forschungs- und Entwicklungsnetzwerken.